Hannah Arendt und die Freundschaft mit der Welt

Ein Roman über Liebe und Unabhängigkeit

 

Ein Überraschungscoup, denn selbst vielen Arendt-Kennerinnen und -Kennern ist oft nicht bewusst, welche Rolle die Schweiz und das Tessin im Leben dieser Frau spielten. (Jürg Steiner, SDA-Keystone)

Unterhaltsam geschrieben (TAZ)

Im Sommer 1975 reist Hannah Arendt ein letztes Mal von New York in das Tessiner Dorf Tegna. Von dort fliegen ihre Gedanken zurück nach Berlin und Paris, New York, Israel und Rom. Und sie erinnert sich an den Eichmann-Prozess im Jahr 1961. Die Kontroverse um ihr Eichmann-Buch forderte einen Preis, über den sie öffentlich nie gesprochen hat, in der Abgeschiedenheit der Natur aber wagt sie sich an diesen Abgrund heran. In den Tessin-Kapiteln sieht man die Welt mit den Augen der fast 68jährigen, die sich wünscht, sie könnte noch einmal ein Gedicht schreiben. Auf der anderen Zeitebene erlebt man die junge Frau im Exil, seit ihrer Ankunft in New York bis zum Jahr 1969, wo sie zum ersten Mal nach Tegna fährt.

Hildegard E. Keller ist mit Was wir scheinen das Kunstwerk gelungen, einen Roman über Hannah Arendt zu schreiben, der sich leicht lesen lässt, ohne das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen.
Eva Bachmann, Kulturmagazin Saiten

Hildegard Keller bringt die Frau, die in die Abgründe eines Jahrhunderts geschaut hat, zurück ins Leben.
Stefan Busz, Tagesanzeiger

Die große Stärke dieses zudem unterhaltsam geschriebenen Romans ist es, dass man Hannah Arendt beim Zweifeln, beim Begreifen (in Begriffen), beim Sel­ber­den­ken in (inneren) Dialogen eng begleiten darf. So gelingt es der Autorin gut, den Leser und die Leserin mitten in dieses Denken hineinzuführen.
Jens Uthoff, TAZ, 20. März 2021

Hildegard Keller im Gespräch mit Maria-Christina Piwowarski