Akademische Autobahnen

Die Ehe zwischen Wissenschaft und Kunst gilt seit langer Zeit als unwiderruflich geschieden. Es waren nicht die Geringsten unter den Dichtern und Denkern, die dies bitter beklagten. Wer methodisch vorgeht, stösst mit Glück auf ihre Kinder und Kindeskinder. Manchmal sieht man sie in den Raststätten der akademischen Autobahnen. Sie warten auf einen Ride zu einem Ziel, das sie erst kennen, wenn sie dort angelangt sind. Ihre Stimmen erinnern an die frühe Janis Joplin und an Carlos Gardel.

Wie kann Literatur gefeiert werden - anders als zwischen zwei Buchdeckeln, einer Datenscheibe oder im Internet? Und wie können die ästhetischen Dimensionen, die in Texten aufgehobene geistige Welt, die Impulse, Emotionen, Funken und Ideen, konstelliert werden? Unbestreitbar ist Wissen eine solide analytische Grundlage. Sie ruft nach der Imagination und der Intuition, denn allein sie können Dinge in einer neuen Ordnung synthetisieren.

Die Performances aus den Jahren 1993 bis 2008 spielten mit Theater, Literatur und Musik. Sie entstanden als freie Produktionen, innerhalb und ausserhalb der universitären Lehre, in Zusammenarbeit mit professionellen Schauspielern, Musikern und Laien. Eine Auswahl ist hier zu sehen.