Nietzsche

Friedrich Nietzsche ist eine Schlüsselfigur in der Auseinandersetzung mit atheistischen Strömungen der Moderne und Nachmoderne. Was weckte sein Interesse an der theistischen und atheistischen Mystik?

Nietzsche zwischen Dionysos und Christus

Das Buch geht den Gründen von Nietzsches Religionskritik nach. Der erste Beitrag thematisiert Nietzsches ambivalente Haltung zur Mystik, die neben der Skepsis auch der Sympathie für die mystische Vereinigungstendenz einen Platz einräumt. Der zweite Beitrag stellt Nietzsches persönliche Erfahrung mit der ewigen Wiederkunft des Gleichen, seiner eigenen Spielart ekstatisch wahrgenommener Bejahung allen Lebens dar. Der dritte Beitrag analysiert Nietzsches rhetorische Strategie, mit der er den Tod Gottes in historisch neuer Weise und Intention verkündet und damit - auf alle Seiten hin - vehement provoziert. Der vierte Beitrag schliesslich präsentiert Nietzsche als religions- und kulturkritischen Dialogpartner für drei prominente Denker des 20. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen Literatur und Theologie: Hans Urs von Balthasar, Eugen Biser und René Girard.

Eine Einleitung von Karl Pestalozzi führt an das Thema heran. Das biographische Porträt präsentiert den Autor, sein Werk und seine Lehrtätigkeit an der Universität Zürich. Inhalt

Der Autor

Alois M. Haas, geboren 1934 in Zürich, war Ordinarius für Ältere deutsche Literatur an der Universität Zürich bis 1999.

Alois M. Haas: Nietzsche zwischen Dionysos und Christus. Einblicke in einen Lebenskampf. Herausgegeben und mit einem biografischen Essay versehen von Hildegard Elisabeth Keller. Mit einem Geleitwort von Karl Pestalozzi. Fotografien von Franziska Messner-Rast. Wald: DreiPunktVerlag 2003. 108 Seiten. SW-Abb. Broschiert. ISBN 3-905409-06-2 CHF 29.50 / 21.00 EUR